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Montag, 11. Mai 2015

Zwillingskogel (1.402m) bis Steineck (1.418m)

Heute zieht es mich zu einer Wanderung nach Grünau im Almtal. Von Grünau erstreckt sich ein markanter Bergrücken in Richtung Traunstein. Östlich wird der Bergrücken vom Zwillingskogel und westlich vom Steineck begrenzt. Diese Überschreitung habe ich mir vorgenommen.
Ich fahre mit dem Auto in den Hauergraben und parke dort beim letzten Haus am Beginn der Forststraße. Hier beginnt auch der unmarkierte Jagasteig auf den Zwillingskogel. Ich bin schon auf den Zustand dieses Weges gespannt, weil darüber recht unterschiedliche Auffassungen zu lesen sind. Der Jagasteig ist von Beginn an sehr gut ausgetreten und nicht zu verfehlen. Es geht recht steil und stellenweise etwas rutschig im Wald hinauf bis ich zu einem Gedenkkreuz (Kaiserkreuz) komme. Hier lege ich meine erste Pause ein und mache mich auf die Suche nach einem versteckten Geocache.

Bei diesem Haus am Ende der asphaltierten Straße in den Hauergraben parke ich mein Auto

Das Gedenkkreuz, das an einen verunglückten Bergkameraden erinnert.

Von diesem Gedenkkreuz hat man auch schon einen Ausblick auf das Gipfelkreuz des Zwillingskogel.

Nachdem ich den GC nach einer längeren Suche doch noch gefunden habe, mache ich mich wieder auf den Weg weiter zum Gipfel. Ich komme jetzt aus dem Wald hinaus und ich kann jetzt erstmals meine weiteren Gipfel sehen. Der Jagasteig ist weiterhin gut erkennbar und nicht zu verfehlen.

Im Hintgergrund der Traunstein, davor im Einschnitt befindet sich der Durchgang und rechts die hervorguckende Bergspitze ist das Steineck, also noch ein weiter Weg heute.

Jetzt ist das Gipfelkreuz schon sehr nahe.

Nach ca. 2 Std. Geh- inkl. Suchzeit erreiche ich den Gipfel des Zwillingskogel, den ein etwas überdimensioniertes Gipfelkreuz ziert. Der Zwillingskogel wird gegenüber dem Steineck nicht so viel besucht. Wohl deshalb, weil die Aussicht vom Steineck, mit Blick zum Traunsee bis Dachstein, doch umfassender ist. Ein GC will hier oben ebenfalls noch geloggt werden.

1. Ziel, der Zwillingskogel ist erreicht

Der Blick hinunter Richtung Grünau

Am Horizont erstrecken sich die Gipfel des Toten Gebirges

Diese motivierenden Wandermarkierungen sind kennzeichnend für dieses Wandergebiet. Der AV Wels ist angeblich dafür verantwortlich.

Seine Majestät der Traunstein. Schön zu sehen das Naturfreundehaus. Vom Traunstein rechts herunter zur Hohen Scharte zieht sich der Ostgrat, eine eher selten gewählte Aufstiegsroute zum Gipfel.

Hier ist mein weiterer Wegverlauf am Kamm entlang zu sehen. Ganz im Hintergrund befindet sich das Steineck.
 
Blick hinunter nach Scharnstein.

Vom Zwillingskogel folgt zuerst der Abstieg zum Durchgang (ca. 1.100m). Vom Durchgang muss ich aber die verlorenen 300Hm wieder gutmachen und es geht wieder steil bergauf zur ersten Erhebung, die ein provisorisches Gipfelkreuz ziert. Jetzt geht es in einem leichten auf und ab zuerst auf das Trapez, dann auf den Mitterkogel und zuletzt auf das Steineck. Am Steineck ist mein höchster Punkt für heute erreicht. Die Aussicht hier oben ist wirlich sehr beeindruckend.
Jetzt bin ich beim Durchgang angelangt. Rechts könnte ich gleich wieder Richtung Hauergraben absteigen. Ich folge aber jetzt links den schwarz/weißen Markierungen Richtung Steineck.

Vom Durchgang kann man auch zur Mairalm und Traunsee absteigen

Der Glick hinunter nach Grünau. Im Hintergrund links der Pfannstein und rechts davon die Frauenmauer

Vom Durchgang bis zu diesem Holzkreuz sind steile 200Hm zu überwinden. Aber dann geht es wiedere angenehmer weiter.

Ständig werde ich von der Luft aus beobachtet. Es sind aber keine Drohnen sondern Segelflieger, die wohl von Scharnstein aus starten.

Jetzt steuere ich dem Trapez zu und ich sehe mich noch einmal um. Der letzte Gipfel in der Mitte ist der Zwillingskogel.

Das Trapez ist erreicht. Im Hintergrund rechts der Mitterkogel und das Steineck, links der Traunstein.

Die Fernsicht ist heute recht gut und ich kann am Horizont zwischen Traunstein und dem Hochkogel das Höllengebirge und noch weiter hinten die schneebedeckten Gipel des Tennengebirges erkennen.  

Vom Trapez geht es nun weiter zu meinen beiden letzten Gipfeln, dem Mitterkogel und dem Steineck. Der Mitterkogel wird nur von einem großen Steinmann bewacht.
 
   
Wer dieser Jackson ist bleibt ein Rätsel aber er dürfte schon 5x am Mitterkogel gewesen sein. Im Hintergrund das Steineck.

Die Sicht reichte heute bis zum Dachstein (links am Horizont).

Nach dem Mitterkogel erreiche ich schließlich meinen letzten Gipfel für heute, das Steineck. Den auf diesem Gipfel versteckten GC habe ich schnell gefunden. Das Steineck ist wohl der am häufigtsen besuchten Gipfel dieser Gipfelkette. Der Aufstieg erfolgt, so wurde mir von einem Wanderer erzählt, meistens über die Schrattenau, vom Dürnbergerbauern weg.

Wunderschöne Aussicht am Steineck Richtung Traunstein, wo rechts und links davon der Traunsee zu sehen sind

Mein heutiger Wegverlauf vom Zwillingskogel, ganz hinten bis zum Steineck, wo ich mich gerade befinde.

Dachsteinblick.

Während ich am Steineck raste, werde ich vom Mitterkogel aus von einem Wanderer beobachtet. Im Hintergrund der Große Priel.

Nach einer ausgiebigen Gipfelrast entschließe ich mich nicht mehr zum Durchgang zurück zu gehen, sondern gleich vom Gipfel zu der unten verlaufenden Forststraße abzusteigen. Dazu steige ich den Gipfelaufbau Richtung Durchgang ab und folge einem deutlichen Steig zu einem von hier aus zu sehenden Gedenkkreuz. Dort gehe ich vorbei und folge den Steinmannmarkierungen weiter hinunter. Der Weg wendet sich aber dann nach links in die Schrattenau und ich zweige rechts über einen Kahlschlag hinunter zur Forststraße. Der Forststraße folge ich immer rechts haltend bis ich auf die vom Hauergraben herauf führende MTB-Strecke treffe. Auf dieser geht es dann zurück zum Hauergraben. Kurz vorher trifft man auf die Narzissenwiese, die gerade am Beginn der Vollblüte ist.

Die Narzissen beginnen gerade mit ihrer Blüte.


Ein Naturschauspiel ist dieser Wiesenhang, übersäät mit Narzissenblüten.
Ein schöner Moment nach einer wunderschönen Wanderung.


http://www.gpsies.com

Dienstag, 5. Mai 2015

Bike&Hike Tour Großer und Kleiner Spitzberg (1.396m bzw. 1.366m)

Bei meiner Tour auf den Ramsauer Größtenberg sind mir die beiden nahen Gipfel ins Auge gestochen. Der Große und Kleine Spitzberg werden scheinbar recht selten begangen, wohl deswegen, weil kein markierter Steig zu den Gipfeln führt. So habe ich mich auf die Suche nach diversen Routen auf die Spitzberge gemacht. Dabei fiel mir auf, dass scheinbar eine Forststraße bis knapp unter den Gipfel des Großen Spitzberges führt.
Ich starte mit meinem MTB bei der Staumauer des KW Klaus und fahre ca. 2km Richtung Frauenstein, wo ich dann nach Effertsbach abbiege. Es geht noch ca. 1km auf Asphalt, bis dann bei den letzten Häusern die Forststraße beginnt. Eine Fahrverbotstafel ist natürlich auch vorhanden, die ich allerdings übersehen haben dürfte.

Der Stausee mit dem Schloss Klaus im Hintergrund.

Die Forststraße ist ausgezeichnet befahrbar und nur am Anfang muss man eine kurze steilere Passage überwinden. Dann geht es immer in moderater Steigung bergan. Die Auffahrt hat eine Länge von ca. 14km mit ca. 750 Hm . Etwa bei der Halbzeit der Strecke höre ich plötzlich ein Motorengeräusch. Ich verstecke mich mit dem Fahrrad schnell hinter einer Böschung und lasse das Auto der Bundesforste an mir vorüber ziehen. Dann geht die Fahrt weiter und ich habe von dem Fahrzeug nichts mehr gesehen.

Die Forststraße führt in einem weiten Boden bis unterhalb des Schillereck hin

Je höher man kommt, desto besser wird die Aussicht zum Sengsengebirge

Der Ramsauer Größtenberg

Der Hochsengs und davor der 1.300m hohe Schwarzkogel

Auf der Forststraße gelangt man zu einem Sattel zwischen Großer und Kleiner Spitzberg. Man könnte hier noch ein Stück weiter  fahren, aber es geht dabei wieder bergab. Es ist also besser gleich hier das Rad zu verstecken und auf dem Kamm links hinauf zum Großen Spitzberg zu gehen (Gehzeit max. 30 Min.) Der Große Spitzberg ist wirklich ein "Großer" was die Aussicht betrifft.

Dieses "Stoamandl" schmückt den Gipfel des Großen Spitzberges. Angeblich war ursprünglich ein schönes Gipfelkreuz dort, welches jedoch von der Jägerschaft demontiert wurde.

Der Blick ins Kremstal mit der Kremsmauer und dem Pfannstein

Blick in meine Heimat. Davor die Landsberge, Dürres Eck, Gaisberg und Hochbuchberg. Am Horizont ist das Mühlviertel zu sehen.

Rechts sind drei meiner letzten Gipfel sichtbar. Der Pfannstein, Rauher und Nackter Kalbling.

Von links: Spering, Großer Priel, Schermberg.

Bergbau Steyrling

Links ist die Sendestation erkennbar, die man von der St. Pankrazer Seite erreicht. Von dort führen die Wege zum Schillereck und Spering.

Nach dem Eintrag in das Gipfelbuch und einigen Gipfelfotos mache ich mich wieder auf den Rückweg und erklimme noch den Kleinen Spitzberg. Der Anstieg dauert nur ca. 15 Minuten. Der Aussichtsplatz auf diesem Gipfel ist einmalig und die Aussicht ebenso.

Letzte Schneereste zwingen mich vom Fahrrad

Auch am Kleinen Spitzberg gibt es kein Gipfelkreuz, ...

Vom Gipfel hinunter zum Aussichtsplatz

... aber dafür diese schöne Aussichtskanzel

Auf so einem Platzerl schmeckt das Gipfelbier noch einmal so gut.

Einzigartig ist die Sicht Richtung Molln bzw. hinunter in die Ramsau

Die Erhebung in der Mitte ist der Trailing, den man auch mit dem Rad umrunden darf. Rechts der Ramsauer Größtenberg.

Pfannstein, Herrentisch, Schabenreitnerstein. Rechts unten die Kirche von Frauenstein.

Bei diesem Anblick werden schlimme Erinnerungen wach. In der Bildmitte ist eine Rinne erkennbar, durch die ich auf den Ramsauer Größtenberg aufgestiegen bin. Die Route ist auf Karten als Jagasteig eingezeichnet, aber eine Begehung nicht empfehlenswert. Als Anstieg sollte man den Südwestgrat, hier rechts, wählen.

Beeindruckend ist der Blick hinunter in die Ramsau

Ich genieße die Ruhe auf diesem schönen Aussichtsplatz und lasse mir die Jause und das Gipfelbier schmecken. Dann mache ich mich wieder auf den Weg hinunter zu meinem Drahtesel, den ich unversehrt in meinem Versteck vorfinde. Ich fahre bis zu einer Kreuzung am selben Weg hinunter und biege dort nach links in die Ramsau ab. Ich bin gespannt was mich auf dieser Strecke erwartet. Es gab auch tatsächlich einige Überraschungen.

Bei den Bäumen rechts habe ich mein Fahrrad versteckt. Es macht Freude wenn man nicht den weiten Weg hinunter"hatschen" muss.

Das war die 1. böse Überraschung. Ein Felssturz versperrt mir den Weg. Mit einem Fahrrad gibt es aber trotzdem ein Weiterkommen.

Ein riesiger Fels (links) ist hier aus dem steilen Gelände herausgebrochen und über die Straße gerollt.

Die zweite Überraschung. Die Reste einer Lawine versperren teilweise den Weg.


Die 3. Überraschung, leider kein Foto, stellte das größte Problem dar. Die Forststraße wurde als Holzlagerplatz benutzt und es waren haushoch Baumstämme aufgetürmt. Ich musste mit dem Fahrrad am Rücken die Böschung hochsteigen und konnte so den Holzlagerplatz umgehen.
Ab da ging es aber problemslos ins Tal und ich erreichte die Ramsauer Straße, auf der ich zurück zum Ausgangspunkt radelte.

Mit der Besteigung der beiden Spitzberge ist dies eine wunderschöne MTB-Tour. Schade dass für die Forststraße ein Fahrverbot besteht.

Die Fahrt hinauf ist zwar ca. 14km lang, aber abgesehen von einem kurzen Stück im unteren Bereich, nicht steil. Von Effertsbach bis hinauf überwindet man ca. 750 Hm.

http://www.gpsies.com